17.08.2009

Hverfjall, Dimmuborgir, Mückensee

Heute begann der Tag nicht für alle gleich.

Am Morgen gab es die Möglichkeit unterschiedliche Rundflüge zu buchen. Die "Flieger" mußten schon um 7 Uhr raus, wir anderen durften ausschlafen, für uns gab es ab 9 Uhr Frühstück.

Das war heute sehr üppig: selbst gebackenes Brot, frische Waffeln, Rührei, gebratener Speck.

In diesem Camp gab es nämlich auch Strom fürs Küchenzelt. Christine, die Köchin, war auch ganz angetan. Sie hatte zuvor ca. 2 Monate in Àsbyrgi nur mit 2 Gasfeldern klarkommen müßen (das war da, wo ihr und uns die Thermoskannen geklaut wurden) und konnte nun ebenfalls den Luxus genießen.


Nachdem um kurz nach 10 Uhr alle "Flieger" wieder eingetroffen waren, bracht Kurt uns zum Fuße des Hverfjall. Es stand wieder eine Tageswanderung auf dem Programm.  Das Wetter war perfekt dafür, wir konnten im Shirt wandern.

Der Aschekrater ist gut 160 Meter hoch, läßt sich aber auf einem Pfad sehr gut besteigen.

Auf dem Tuffring angekommen hatten wir einen wunderschönen Blick über den Mývatn.

Wir wanderten dann um den halben Kraterrand rum und machten uns auf der Südseite an den Abstieg zu den dunklen Burgen (Dimmuborgir).

Der Abstieg war dann aber nicht so mühelos, es ging recht gerade runter. Machte aber Spaß: die Haken in die Asche hauen und runter.

So, nun war ich also da, weswegen ich mal angefangen hatte mich für Island zu interessieren. Dimmuborgir. Die gleichnamige Metallband fand (und finde) ich zwar nicht so toll, aber durch sie bin ich auf dieses Gebiet gestoßen und hatte mich gewundert, daß Island so grün ist.

Wir wanderten gute 2 Stunden in dieser bizarren labyrinthartigen Landschaft aus Lavagebilden, die teilweise vollständig mit Birken und Kriechgewächsen überwachsen ist.

Wenn man nicht aufpaßt hat man sich ruckzuck verlaufen.

 

Am Ende der Wanderung wartet Kurt wieder auf uns und brachte uns dann nach Skútustadir im Südosten des Sees.

Hier wollten einige einen Ausritt auf Islandpferden machen.

Wir anderen wanderten in kleinen Grüppchen in einer grünen Hügellandschaft am See entlang.

Hier gibt es eine Vielzahl von Pseudokratern, die Skútustadagigar. Sie entstanden durch Explosionen im Lavastrom.

Mývatn heißt übersetzt Mückensee. Und Mücken sollte es hier reichlich geben. Sie stechen zwar nicht, sind aber sehr anhänglich und kriechen in sämtliche Körperöffnungen. Einige hatten sich extra mit entsprechendem Kopfschutz ausgerüstet.

Gott sei Dank war die Hauptmückenzeit aber schon vorbei und bis auf 2 größere Schwärme haben wir nicht viel davon mitbekommen. Dafür konnten wir aber unzählige Wasservögel beobachten, die sich wegen der vielen Mückenlarven hier niedergelassen haben.

Nach einem ausgiebigen Cafébesuch machten wir uns dann auf den Heimweg.

Im Camp angekommen, fragte Kurt gleich mal rum, wie groß das Interesse am Besuch des örtlichen Schwimmbades sei (nicht die Nacho- Bar, sondern ein kleines richtiges Schwimmbad).

Zu Zehnt fuhren wir dann dort hin, schwammen unsere Runden und entspannten im Hot Pot.

Zum Abendessen gab es heute sehr leckere Forelle.

Und noch mal einen super Sonnenuntergang, den meine .... Digitalkamera aber nicht anständig aufnehmen wollte.

Das war übrigens der 2. Tag auf unserer Reise, der komplett regenfrei war (der andere Tag war der 1. in Reykjavik)