20.08.2009

Eldgjá, Skogafoss, Seljalandsfoss

Heute mußten wir wieder etwas zeitiger Aufstehen, da die Eldgjá keineswegs von unserem Programm gestrichen war. Der Weg dahin war nun nur deutlich länger.

Das fanden weder Kurt noch die Meisten von uns so toll (zumal Kurt uns gestern Abend noch auf seinem Laptop Fotos von der hiesigen Umgebung gezeigt hatte, die auch sehr schön ist), aber Florence hatte diese Anweisung bekommen und ein paar Mitreisende bestanden nun mal auf die Einhaltung des Programms.

Ich hab das mal auf der Karte eingezeichnet, damit man sich vorstellen kann, was das für Strecken sind.

Von 3 (Landmannalaugar) wollten wir die rote Strecke zu 5 (Eldgjá) fahren. Ging aber ja nicht. Also sind wir die grüne Strecke bis Hvolsvöllur zum Camp gefahren. Heute Morgen dann von dort die blaue Strecke bis zur Eldgjá (200 Kilometer!).

Also fuhren wir erst ein gutes Stück auf der Ringstrasse lang, bevor es auf die Piste F 208 ging. Auch hier hatten wir Glück, sie wurde direkt vor unseren Augen neu präpariert.

Nach 3,5 Stunden Fahrt kamen wir dann bei der Eldgjá an. Dies ist mit 70 Kilometern Länge die größte Vulkanspalte der Erde.

Auf Grund unseres Zeitproblems machten wir nur einen ca. 30 minütigen Spaziergang durch die sehr schöne Spalte zu den noch schöneren Wasserfällen Ófaerufossar. Dort haben wir bei bestem Wetter unsere Mittagspause gemacht.

Auf dem selben Weg ging es wieder zurück und dann auch die selbe Piste wieder bis zur Ringstrasse.

Diesmal machten wir dann auf der Ringstrasse Stop in Vík í Mýrdal.

Einige wollten hier in einem Wollladen einkaufen.

Ich zog es vor an den Atlantik zu gehe um einen Blick auf die Felszinnen Reynisdrangar zu werfen. Das sollen der Sage nach neugierige Trolle sein, die ein Schiffswrack anguckt haben und bei Tagesanbruch durch die Sonne versteinerten.

Und vorallem um den Wind, das Meer und die Wellen für einen kurzen Augenblick zu genießen.

Leider ging es nach 45 Minuten schon weiter.

Auch jetzt mußten wir mal wieder umdisponieren. Florence wollte uns eigendlich Kap Dyrhólaey und den südlichsten isländischen Leuchtturm zeigen, aber es quälten sich schon 2 Busse das Kap hoch, so daß Kurt uns ein Stückchen weiter nach Dyrhólaós fuhr.

Hier gab es einen traumhaften Anblick einer großen Aushöhlung in die unentwegt die Wellen klatschten.

Leider blieb auch hier nicht viel Zeit um alles in Ruhe zu genießen.

Weiter gings auf der Ringstrasse zum Skógarfoss. Mit 60 Meter ist dies einer der höhsten Wasserfälle Islands und man kann sehr dicht an  den Fuss des Wasserfalls ran.

Ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Allerdings sollte man komplett in Regenkleidung stecken und gut auf seine Kontaktlinsen aufpassen. Durch die Windkraft des Wasserfalls ist mir eine fast weggerutscht. Auch die Geräuschkulisse ist nicht zu verachten.

Kaum saßen wir wieder im Bus und bogen von der Ringstrasse ab, wurde Kurt von uns genötigt wieder anzuhalten.

Der Grund: wieder ein schöner Wasserfall. Der Seljalandsfoss. 40 Meter hoch und man kann hinter ihm vorbeigehen.

Außerdem hatte man von hier einen prima Blick auf die 15 Kilometer vor der Küste liegenden Véstmannaeyjar (Westmänner- Inseln).

Von hier aus ging es dann über eine sehr schmale Brücke und bestem Blick auf das Eyjafjallajökull zurück zum Camp.

Von dem 12 stündigen Ausflug haben wir 8 Stunden nur im Bus gesessen :-(

Da störte sich am Abend auch niemand mehr an dem Plastik- Hot Pot. Die Entspannung im warmem Wasser tat gut.