11.08.2009

Vidimyri, Glaumbaer, Akureyri

Auch heute morgen gings wieder zuerst in den Hot Pot und dann zum Frühstück.

Anschließend setzten wir unsere Fahrt durch Island auf der Piste 35 fort. Man glaubt es kaum, aber heute wurde Kurt, unser Busfahrer, zum ersten Mal gebeten, die Heizung auszustellen und wir machten die Dachluken auf. Die Sonne schien doch recht heftig.

Nach ca. 3 Stunden erreichten wir die Ringstrasse (die einzig asphaltierte Strasse in Island, sie geht einmal um die Insel rum).

Im Örtchen Vidimyri machten wir Halt und besichtigten die Kirche.

Es ist keine gewöhnliche Kirche, sondern die schönste der 6 noch erhaltenen Torfkirchen.

Sie hat ein Gerüst aus Holz, die Wände sind aus Torf und Grassoden. Die typische alte isländische Bauweise. Der Winkel des Daches mußte genau stimmen, damit es bei Regen dicht hielt.

 

Anschließend fuhren wir ein paar Kilometer weiter nach Glaumbaer und besichtigten einen Hof, der komplett aus Grassodenhäuser bestand.

Jeder Raum ist ein eigenes Haus, in der Mitte durch einen langen Korridor verbunden. Anderes konnte mit dieser Bauweise nicht gebaut werden, weil sonst alles einstürzte.

 

Der nächste Stopp auf der Ringstrasse war dann eine Überraschung. Außerplanmäßig hielten wir vor einer Schlucht, aus der ein Bach kam. "1 Stunde wandern" verkündete Florence.

Also machten wir uns auf in die Schlucht. Schon nach ca. 15 Minuten ging der "Weg" aber nicht weiter, wir mußten uns eine Brücke über den Bach bauen, um auf der anderen Seite weiter zu laufen.

Fast alle kamen trockenen Fußes über unser Bauwerk.

Das half aber nichts, kaum drüber kam ein Regenschauer :-(

Es ging noch ein Stück weiter in die Schlucht rein und plötzlich hinter einem Vorsprung war sie zu Ende.

Und von oben kam ein herrlicher Wasserfall :-)

Da dieser sich am Besten von der gegenüberliegenden Seite fotografieren ließ, gab es nun doch reichlich nasse Füße.

Den gleichen Weg mußten wir natürlich auch zurück Laufen.

 

Anschließend ging es dann weiter nach Akureyri.

Dort machten wir in kleinen Gruppen Sightseeing (Kirche und Botanischer Garten) und Shopping (Buch- und Souvenirläden), bevor wir zum Campingplatz fuhren.

Auch hier hatten wir wieder einen traumhaften Platz, allein auf einer Wiese umringt von steilen Felsen und Bäumen.

Und wir hatten Strom um unsere Kameraakkus aufladen zu können sowie ein eigenes geräumiges Toilettenhaus mit reichlich Wäscheleine. Allerdings auch nur wieder fließend kaltes Wasser. Zum Duschhäuschen (mit warmem Wasser) waren es 5 Minuten zu Fuß.

Zum Abendessen gab es Lamm. Ich weiß ja nicht was so manch einer unter einfachen Mahlzeiten versteht (Reisebeschreibung des Veranstalters), aber bisher konnten wir uns absolut nicht beschweren. Leckeren Nachtisch gabs nämlich auch noch.