12.08.2009

Húsavik, Tjörnes, Ásbyrgi

Heute hieß es schon um 6:30 Frühstücken. Das Programm für den Tag war voll.

Um 10 Uhr mußten wir schon in Husavik sein, weil die Hälfte der Gruppe an einer Walbeobachtungstour teilnehmen wollte.

Die Fahrt dauerte knapp 2 Stunden, weil unser Bus die Berge nicht so schnell raufkommt.

In Húsavik war es ganz schön windig und auch recht kühl. Von der Schiffbesatzung bekam jeder Passagier einen "hübschen" Overall, der aber verdammt warm hielt und auch noch wasserabweisend (unterwegs gabs Nieselregen) war.

Wir schipperten ca. eine halbe Stunde auf den Fjord raus (leider nicht ins offene Meer). Auf 2 Ausgucken saß jeweils eine Person der Schiffsbesatzung und rief uns dann immer zu wo wir hingucken sollen sobald sie was verdächtiges erblickt hatten.

Zur Vereinfachung der Sache hatten sie das Schiff vorher in eine Uhr eingeteilt. Vorne war 12 Uhr, rechts 3 Uhr, hinten 6 Uhr, links 9 Uhr.

Leider standen wir zwischen 10 und 11 Uhr und die 2x die sich ein bißchen Wal erblicken ließ, war auf 2 Uhr, so daß wir nur Rückenansichten von den anderen Passagieren sahen :-(

Nach einer Weile drehte der Kapitän dann freundlicherweise das Schiff auch mal. Und so konnten wir dann 3x wenigstens den Anblick einer Walflosse genießen.

Nach 2 Stunden waren wir wieder im Hafen.

Wir kauften noch schnell ein paar Lebensmittel für den privaten Gebrauch. Ungefähr in dieser Reihenfolge stand es bei jedem auf dem Einkaufszettel: Süßigkeiten, isländischer Joghurt --> Skyr, Bier (in den Lebensmittelläden gibt es nur Leichtbier mit 2,25%, anderes Bier gibts nur in den Alkoholläden und hat dann auch gleich 5,5%), Obst.

 

 

Weiter gings zu den Vogelfelsen nach Tjörnes.

Dort nisten und brühten sehr viele Papageientaucher. Aber leider waren kaum noch welche da, sie haben sich wohl schon auf den Weg nach Schottland gemacht. In Island steht der Winter bald vor der Tür. Die Landschaft und das Panorama waren aber trotzdem herrlich.

Von hier ging es dann direkt zu unserem nächsten Camp in Ásbyrgi.

Und wieder ein schöner Platz zum Zelten in herrlicher Landschaft.

Nach dem bisher jeder Zeltplatz ein ungewöhnliches Extra hatte (Hot Pot, genug Steckdosen für die Akkus), fragten wir uns, was es hier wohl ist. Die Antwort kam dann auch sehr schnell: ein sehr großes Toilettenhaus mit warmem Wasser aus dem Wasserhahn und 4!! Duschen für jedes Geschlecht ..... Und einen Trockenschrank.

Eine Schrankwand, in der herrausziehbare Holzstäbe eingebaut wurden, unten ein Heizlüfter. Da bekam man so gar die Schuhe mal wieder richtig trocken.

Am Abend standen dann auch fast alle am Waschbrett und verliehen ihrer Wäsche mal wieder einen frischeren Geruch. Bisher war es auf Grund des vielen Regens und der Temperaturen kaum möglich etwas außerhalb des Busses trocken zu bekommen.

Für Leute, die sich nun gar nicht an das einfache Leben gewöhnen konnten gab es so gar eine Waschmaschine.

 

Nachdem alle ihre Zelte bezogen hatten brachte Kurt uns zum Ende der Schlucht an einen See. Die Felswände waren hier gut 100 Meter hoch.

Von dort wanderten wir dann im "Wald" zurück.

Statt der vorgesehenen Stunde brauchten wir dafür aber fast 2 Stunden, weil der Boden voll mit Heidelbeerbüschen war. Es schien als ob vor uns noch keiner auf die Idee gekommen war die Heidelbeeren zu pflücken. Jedenfalls waren die Büsche dermaßen voll und wir hingen sehr bald alle drinn und aßen uns satt.

Nach dem Abendessen kletterten noch einige auf die Felseninsel in der Mitte der Schlucht, von der man einen prima Blick auf unser Camp hatte.