15.08.2009

Wanderung in der Askja

Heute stand wieder eine Tageswanderung an. Wir wollten zum Viti- Krater.

Gleich hinterm Camp gings auf den Berg rauf.

Heute freuten wir uns mal so richtig über den Anstieg, denn endlich wurde einem mal wieder deutlich wärmer. Ins schwitzen kam aber trotzdem keiner, wir hatten 5° Grad, Wind und zeitweise Nieselregen.

Im Gegensatz zu unseren bisherigen Wanderungen trafen wir diesmal auch keine andere Menschenseele. Wir waren völlig allein in dieser oft unwirklich scheinenden Landschaft.

Am höhsten Punkt unserer Wanderung (1200 Meter; das Camp liegt auf 900 Meter) fing es dann auch prompt noch an zu schneien.

Die Fernsicht war aber trotzdem recht gut, so daß wir nach gut 3 Stunden Wanderung (reine Gehzeit) endlich den Krater Viti und den tiefsten isländischen See (220 Meter), den Öskjuvatn, erblickten. Nun ging es 1 Stunde nur noch bergab.

Am Krater angekommen ließen es sich einige Unerschrockene nicht nehmen und rutschten die 50 Meter zum See des Viti runter um dort zu baden. Der hat immerhin gut 35 Grad, stinkt aber furchtbar nach Schwefel. Selbst oben am Rand roch es noch recht heftig.

Nach dem wir anderen einmal um den Krater gewandert waren und die bunten Wände des Kratersees und das klare Wasser des Öskjuvatn bestaunt hatten, waren die Badenden auch wieder oben angekommen.

Nun ging es nochmal eine Stunde durch Lavagebiet und Schneefelder zum Parkplatz, wo Kurt auf uns wartete.

Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte die Rückfahrt heute gerne Stunden dauern können. Im Bus war es schön warm. Leider waren wir aber nach 20 Minuten schon wieder am Camp.

Aber der Koch hatte mitgedacht und hat die Linsensuppe, die wir gestern Abend nicht ganz geschafft hatten, noch mal warm gemacht.

Die schmeckte jetzt noch mal so gut.

Da es draußen immer noch nieselte, gab es dann bei Kaffe, Tee und Sandkuchen Landeskunde von Kurt. Er weihte uns in den Aberglauben der Isländer bezüglich der Trolle und Elfen ein, versuchte uns zu erklären, warum zwar die Premierministerin aber nicht die Isländer in die EU wollen und warum man besser nicht mit einem Isländer über Walfang diskutiert. Außerdem gab es noch ein bißchen Geologiekunde.

 

Später am Nachmittag klarte es dann doch noch auf und so machte ich mit einigen noch eine kurze Wanderung in die direkt am Camp gelegene Drekagil (Drachenschlucht). An deren Ende gab es mal wieder einen Wasserfall zu sehen.