16.08.2009

Schlamm, Vulkane und Sonne (am Myvatn)

Obwohl es ja von der Landschaft her alles sehr beeindruckend in der Askja ist und es hier auch noch viele andere Wanderwege und Dinge (Höhlen) zu entdecken gibt, waren wir zum ersten Mal froh, nach 2 Tagen ein Camp verlassen zu müssen.

Die feuchte Kälte machte doch allen zu schaffen, die Stimmung war nicht so fröhlich wie noch vor ein paar Tagen und bei einigen kündigte sich auch eine Erkältung an.

Für den Rückweg hatte Kurt eine andere "Strasse" ausgeguckt, die ca. 10 Kilometer weiter östlich durch die Wüste führte als die Strasse, die wir 2 Tage zuvor genommen hatten.

Unterwegs gab es auch diesmal 2 Furten.

Unsere Mittagspause machten wir in einem kleinen Dorf (Mödrudalur), in dem die einzige Torftankstelle der Welt steht.

Außerdem konnten wir nochmal einen Blick auf die verhüllte Herdubreid werfen.

Unser nächster Stopp war dann auf der Ringstrasse kurz vor dem Myvatn das Solfatarenfeld Námaskard.

Bis zu 100° Grad heiß sind die Schlammbecken. Es zischt, dampft, brodelt und kocht aus zahllosen Öffnungen. Die Farbpalette ist auch sehr unterschiedlich.

Da wir noch gut in der Zeit waren, machten wir von Námaskard einen außerplanmäßigen Abstecher zum Leirhnjúkur. Der Vulkan ist das letzte Mal 1984 ausgebrochen, durch die "frischen" Lavafelder führt ein Rundweg.

Das war sehr beeindruckend. Man sah deutlich, wie der Lavastrom sich seinen Weg durch die grüne Landschaft suchte. Es sah oft aus, als ob die Lava auf dem Rasen lag.

Außerdem war der Boden noch immer warm und die Luft flimmerte oft.

Sehr schade, daß dieser Ausflug eigendlich gar nicht im Programm steht und wir dann leider doch nicht so viel Zeit hatten, um den Rundweg in den angegebenen gemütlich 2 Stunden zu laufen, sondern in schnellen 70 Minuten.

Vom Leirhnjúkur gings dann nach Reykjahlid am Myvatn, dem Mückensee.

Unser Camp lag direkt in einem Lavastrom. Es sah mal wieder sehr einladend aus.

Und da die Sonne schien, legten wir uns fast alle auf die Lava und genossen die Wärme.

 

Aber lange konnten wir nicht entspannen, es stand noch ein Ausflug in die "Nacho- Bar" an.

Das hatten jedenfalls einige verstanden, als Florence dies im Bus erzählte. Wer in seinem Reiseführer gelesen hatte, wußte aber, daß sie die "Nature baths" von Myvatn meinte und wir dort bestimmt keine Tortillachips bekamen. Dafür aber weitere Entspannung in einem riesigen Naturbecken mit schönem, warmem, schwefligem Wasser.

Auf dem Nachhauseweg hatten wir dann endlich mal einen Sonnenuntergang. Seit ca. 3 Tagen wird es nachts täglich ca. 15 Minuten länger wieder richtig dunkel.